Erarbeitung vorbereitender Untersuchungen zur Entwicklung eines landesplanerisch bedeutsamen Industrie- und Gewerbestandortes im Bereich des Autobahndreiecks Potsdam / Güterbahnhof Seddin

Der Kern der komplexen Machbarkeitsstudie mit einem Untersuchungsraum von ca. 1.300 Hektar kann in folgenden Fragen zusammengefasst werden:

  • Lässt sich im Untersuchungsraum ein größerer gewerblicher ‚zukunftsorientierter und klimagerechter‘ Entwicklungsstandort mit Konzentrations- und Bündelungseffekten raumverträglich, planerisch, finanziell, rechtlich und auch bezogen auf die lokale/regionale Akzeptanz entwickeln?
  • Mit welchen Transport-, Logistik- und Mobilitätsstrukturen sowie -konzepten lassen sich CO2-Minderungs-Effekte erzielen und die Potenziale des Güterbahnhofes Seddin am besten nutzen?    
  • In welcher Größenordnung, räumlichen-funktionalen Anordnung und mit welchen Entwicklungsschritten könnte eine Entwicklung erfolgen?
  • Welche interkommunale planungsrechtliche Konstellation wäre am geeignetsten?
  • In welcher Trägerschaft, Organisationsform und mit welcher Finanzierung wären die Projektplanung und Projektumsetzung am besten umsetzbar?

Innerhalb von 3 Arbeitspaketen (Voruntersuchungen und Analysen, Rechts- und Organisationsform sowie Zeit- und Maßnahmenplan / Kostenschätzung und Finanzierung) erfolgte eine Erfassung aller relevanten Belange im Untersuchungsbereich. Nach Herausarbeitung eines konsolidierten Bereiches wurden für diesen Planungsvarianten entwickelt und bewertet. Die dabei festgestellte Vorzugsvariante wurde durch Erstellung einer Kostenschätzung, Betrachtung von Finanzierungsvarianten inklusive Aussagen zum Fördermitteleinsatz und Erarbeitung eines Zeit- und Maßnahmenplanes mit mehreren Ausbaustufen vertieft.

Maßgebliche Aufgaben waren zusammengefasst:

  • Eigentumsanalyse im Untersuchungsbereich
  • Erfassung und Bewertung aller durch Träger vertretenen Belange
  • Grundsätzliche ‚Sensibilitätseinschätzung‘ des Vorhabens in Bezug auf die Kommunen im Belegenheitsbereich
  • Vertiefte Untersuchungen aller relevanten Verkehrsträger
  • Städtebauliche Variantenentwicklung und -bewertung
  • Juristische Betrachtungen zu relevanten Teilbereichen und Organisationsaspekten
  • Wirtschaftlichen Betrachtungen zu Einnahmen- und Ausgabenseite des Projekts, Finanzierung und Fördermitteln
  • Terminplanung mit Definition von Projektabschnitten

Ansprechpartner: Steffen Hartlapp

Referenzen

Weitere Projekte

Die Zukunft des Schienengüterverkehrs in Berlin Brandenburg – i2045 SGV

Mit einer klaren Vision und einer konsequenten Umsetzung der drei Kernelemente – zusätzliche Wachstumsangebote, Klimaziele 2045 mit Klimaneutralität, resiliente Netze – kann die Verkehrswende erfolgreich gestaltet werden. Der Schienengüterverkehr wird zu einem zentralen Pfeiler der logistischen Infrastruktur in Berlin und Brandenburg und trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Region bei. Die Zukunft liegt auf der Schiene – und mit ihr die Chance, eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zu realisieren.

2023 – 2024

Erarbeitung vorbereitender Untersuchungen zur Entwicklung eines landesplanerisch bedeutsamen Industrie- und Gewerbestandortes im Bereich des Autobahndreiecks Potsdam / Güterbahnhof Seddin

Der sich seit einigen Jahren im Land Brandenburg abzeichnende Mangel an berlinnahen großflächigen Gewerbe- und Industrieflächen für hochwertige Technologie- und Industrieansiedlungen ist im Zuge der hohen Ansiedlungsdynamik sehr deutlich und früher als erwartet eingetreten. Der wirtschaftliche Aufschwung gerät zunehmend an Grenzen, da es insbesondere im Berlin- und A10-nahen Bereich kaum noch geeignete kurz- bis mittelfristig verfügbare große Gewerbe- und Industrieflächen gibt. Großflächige Ansiedlungserfolge gerade im hochwertigen Technologie- und Produktionsbereich haben zu einer noch stärkeren Wachstumsorientierung und damit verbundenen auch anhaltenden Bemühungen zur Neuerschließung großer Ansiedlungsflächen geführt. Dabei steht der südliche Bereich der A10 weiterhin im Fokus. Im BER-Umfeld ist im Zuge der BER-Eröffnung und der TESLA-Ansiedlung der Ansiedlungsdruck nochmals gestiegen und strahlt weiter räumlich aus, es zeichnen sich bereits Wachstumsgrenzen ab. Aber auch im weiteren Südbereich der A10 und gerade im Potsdamer Umfeld und dem berlinnahen Bereich des Landkreises Potsdam-Mittelmark besteht seit längerem bereits Flächenknappheit.

2021 – 2022

Entwicklungskonzeptionsstudie Rangierbahnhof Ziltendorf

Der Roheisen- und Stahlproduktionsstandort Eisenhüttenstadt wurde vor sechs Jahrzehnten gegründet. Die Produktion und die logistische Effizienz am Standort basiert auf Materialflüssen per Bahn. Im Zuge der Liberalisierung des Eisenbahnverkehrsmarktes wurde 1997 die EKO Transportgesellschaft mbH zur Bündelung der Bahnaktivitäten und zur Teilnahme am Markt auch außer-halb des Standortes gegründet. Diese Gesellschaft wurde im März 2011 in die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Transport GmbH (AMEH TRANS) umbenannt. Die AMEH TRANS ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH. Als öffentliches Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen arbeitet die AMEH TRANS kontinuierlich daran, ihre Prozesse und Produkte hinsichtlich Arbeitssicherheit, Qualität, Kundenzufriedenheit, Ressourcen- und Materialeffizienz und deren Umweltverträglichkeit zu verbessern

2023

Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines gewerblich-industriellen Großstandorts ‚Westliches Havelland‘ in der Gemeinde Milower Land und in der Stadt Premnitz

Der Landkreis Havelland unterscheidet sich hinsichtlich der Besiedlungs- und Wirtschaftsstruktur in den beiden Teilräumen des östlichen und des westli-chen Havellands deutlich voneinander. Das östliche Havelland ist als Teil des Berliner ‚Speckgürtels‘ signifikant suburbanisiert, erfreut sich wegen starker Pendlerbeziehungen zu und logistischer Verflechtungen mit Berlin einer niedrigen Arbeitslosigkeit und erwartet einen weiteren Einwohnerzuwachs bei merklicher Baulandknappheit, hohen Baulandpreisen und anderen mit dem Wachstum einhergehenden Herausforderungen.

2025 – 2026