Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in Nauen nutzt ab sofort den öffentlichen Hafen im GVZ Berlin West Wustermark zum Versand ihrer für den Export produzierten Hausgeräte via Hamburg in alle Welt. Dazu werden am Standort Nauen die dort gefertigten Waschmaschinen, aber auch Hausgeräte aus anderen BSH-Fabriken in Container verladen.
Einmal pro Woche bringt die MS Shir Khan der Elbe-Spree-Linie bis zu 54 Übersee-Container zum Umschlag in den Hamburger Überseehafen. Von dort werden die Container dann direkt zu den Kunden in der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten, den USA, Australien oder China transportiert.
Verschifft werden dabei hauptsächlich Waschmaschinen aus der Nauener Fertigung, aber auch andere Großgeräte, die im Logistikzentrum Nauen zwischengelagert werden. Insgesamt können so bis zu 90 Prozent der ein- und ausgehenden Seefracht- Container per Binnenschiff transportiert werden. Das spart bis zu 1.400 Lkw-Fahrten pro Jahr und bedeutet somit eine geringere Verkehrsbelastung und einen reduzierten CO2 -Ausstoß.
Parallel dazu wurde auch das Lager in Nauen um zusätzliche 12.000 Quadratmeter Lagerfläche erweitert, so dass es nun Platz für über 150.000 Großgeräte bietet. Jährlich können hier rund 2.800.000 Großgeräte versendet werden.
Für 2010 plant der Standort Nauen außerdem eine weitere Verlagerung des Wareneingangs von der Straße auf die Schiene. Zwei Ganzzüge pro Woche sollen zukünftig in Nauen einlaufen. Das spart nochmals bis zu 1.500 LKW-Fahrten pro Jahr.
Das Logistikzentrum in Nauen erhält zusätzlich zu den in Nauen gefertigten Waschmaschinen täglich auch bis zu 9.000 Geräte aus Übersee und Osteuropa. Damit hat sich dieser Standort für die BSH in den letzten Jahren nicht nur zur modernsten Waschmaschinen-Produktion Europas sondern auch zu einem wichtigen Knotenpunkt in ihrem internationalen Logistiknetz entwickelt.
"Schon in der Planungs- und Bauphase des Hafens im GVZ Wustermark hatte BSH die Möglichkeit des Containertransportes per Binnenschiff vom Werk über den Binnenhafen in die Seehäfen ins Kalkül gezogen. Schön, dass es nun geklappt hat, ein weiterer toller Erfolg für die Gemeinde Wustermark", so Rüdiger Hage, Geschäftsführer der IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft, die von der Gemeinde Wustermark mit der Entwicklung und Vermarktung des GVZ beauftragt ist.
s.a. MAZ vom 10.02.2010 (pdf-Datei)